07. März 2006: BlueMars erstellt Studie im Auftrag von Touristik Report
Frankfurt am Main - Reisen ist das beliebteste Hobby der Deutschen. Aber wohin soll der nächste Urlaub gehen? Um diese Frage zu beantworten hilft das Internet weiter, denken viele. Doch was haben zum Beispiel die offiziellen Websites der Länder zu bieten? Diese Frage stellte sich die Reisefachzeitschrift Touristik Report in ihrer aktuellen Ausgabe und beauftragte die Frankfurter Agentur BlueMars für ein Site-Screening von 23 Länderwebsites.

Die 23 offiziellen Länderwebsites wurden in fünf Kategorien getestet: Emotionalität und Markenpräsenz, Inhaltsangebot, allgemeine Nutzbarkeit und Usability, Auffindbarkeit sowie Service und Kommunikation. Diesen Kategorien zugeordnet war ein Katalog von Kriterien, wie zum Beispiel Ladezeit, Sprachen oder Navigation in der Kategorie Usability. Bestenfalls konnten 70 Punkte erreicht werden. Getestet wurden die Websites von kleinen Fokus-Gruppen, zu denen sowohl Experten als auch Vertreter der identifizierten Zielgruppen zählten.
Am besten abgeschnitten hat Österreich mit insgesamt 51,50 Punkten, gefolgt von Ungarn mit 46,00 Punkten und Portugal mit einem halben Punkt weniger. Schlechtestes Ergebnis hat Thailand mit 24,50 Punkten und rangiert so auf Platz 20. Fünf Länder Websites wurden ganz aus der Wertung genommen, da diese Seiten zum Testzeitpunkt entweder "under construction" oder aufgrund technischer Probleme nicht abrufbar waren.
"Auf den ersten Blick ist das Gesamtergebnis gut. Die Länder sind im Internet angekommen," erklärt Frank Auth, BlueMars Geschäftsführer. "Wir haben jedoch genauer hingeschaut und sehen, dass viele Länder das Medium noch nicht ernst genug nehmen." Viele der Länderwebsites sind zum Beispiel schlecht zu finden. So ist www.myswitzerland.com noch eine vergleichsweise nachvollziehbare URL, aber wer kommt auf www.gnto.org für Griechenland? Bemängelt werden kann auch, dass neue technische Möglichkeiten, wie beispielsweise das Abspielen von Videofilmen kaum genutzt werden, dabei wäre dies ein gutes Tool, um die Marke zu emotionalisieren und ihr ein Gesicht zu geben. "Weil manche Marken jedoch die Möglichkeiten des Internets voll ausschöpfen, ist der Konsument zunehmend enttäuscht über Websites, die immer noch nur schwarzen Text auf weißem Grund bieten," erklärt Frank Auth. Und er weist noch einmal darauf hin, wie wichtig Branding und Online-Erlebnis sind, um Kunden überhaupt dazu zu bewegen, sich eine Website genauer anzusehen. Darüber hinaus müssen die Informationen und die Funktionalität stimmen.
Vergleichbare Site-Screenings führt BlueMars auch für andere Produkte durch, wie zum Beispiel für E-Shops. Das Site-Screening der Länder-Websites wird am Donnerstag, den 9.3.2005 bei der Internationalen Tourismus Messe (ITB) in Berlin vorgestellt. Weitere Informationen unter www.bluemars.net.