DMMK Stuttgart: Interaktive Design Trends

Besonders interessante Themen waren:
Von der Community zur Super Public
Das ursprünglich "familiäre" und homogene Merkmal von Communities hat sich gewandelt. Inzwischen werden Onliner und Unternehmen mit einer Super Public konfrontiert. Der Begriff beschreibt die neue Form der Online Community: Grenzenlose Reichweite, nicht definierbares Profil und maximale Anonymität.
Emotionalisierung im Web
Eine beliebte Forderung von Unternehmen an ihre Online-Agentur ist die "emotionale" Ansprache des Users. Alle Sinne der Kunden sollen angesprochen werden. Hier waren die Teilnehmer in Stuttgart mehrheitlich der Meinung, dass diese Forderung dringend überprüft werden muss und hierfür immer die jeweilige Ausgangssituation berücksichtigt werden sollte. Denn wie sinnvoll/notwendig/absurd ist z. B. ein "emotionales" Online-Formular.
Web 2.0 = The end of design?
Moderne Internet-Nutzer produzieren selbst Web-Content und entwickeln damit auch ihren eigenen Look&Feel, inzwischen sogar selbst Corporate Designs wie von spreadshirt.de. Hierzu diskutierten die Experten in Stuttgart die Frage, wie sich diese Entwicklung auf die Rolle der Designer auswirkt. Werden Designer zukünftig "nur" noch klassische Produktgestalter sein, also das Design des digitalen Systems an sich mit seiner Funktionsweise, Vernetzung und Intelligenz gestalten?
Hallo Zukunft!
In den nächsten Jahren werden Computeranwender 3D-Screens nutzen können. Diese simulieren eine Bedienoberfläche, die den kompletten (leeren) Raum zwischen Kopf bzw. Gesichtsfeld des Anwenders und der Bildschirmoberfläche nutzt. Der "Mausfinger" bewegt sich dann nicht mehr nur nach oben und unten, rechts und links, sondern im kompletten 360°-Raum und um Objekte herum. "Wir dürfen gespannt sein, in welche irritierende Wechselwirkung damit unsere Wahrnehmung und Aktionsfähigkeit gerät", sagt Carola Noichl, die bereits gespannt darauf wartet, selbst den ersten 3D-Screen auszuprobieren.
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